Kritik Kurzgeschichten: Siesta, von Hans Herbst (1984) – 2 Sterne

23 Sehrkurzgeschichten auf etwa 217 Seiten. Hindurch eiern männlich-herbe Mackermänner in männlich-stolzgeschwollenem Schritt, so aufgeplustert, dass sie kaum noch gehen können. Kernige, schweigsame Kerle. Sie nehmen Drogen, Leben, Frauen und harten Alk. Sie treten heraus aus dem Bahnhof ins gleißende Licht eines heißen Landes. Sie spüren den eiskalten Stahl der .38er Smith&Wesson in ihrer  Schlangenlederjackentasche.

Ich hätte es ja auch ahnen können: Ein Buch aus dem Goldmann-Verlag, das auf der Rückseite Lob und absurde Hemingway– und Chandler-Vergleiche vom Playboy präsentiert, liefert vielleicht nicht allersubtilstes Entertainment. Das hier erbaut zudem weit weniger als Hans Herbsts Cuba-Linda-Geschichten. Testosteron tropft, ich konnte nicht zu Ende lesen.

Bücher bei HansBlog.de:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.