Indien-Spielfilm: Water (2005, Regie Deepa Mehta, mit John Abraham) – mit Trailer – 6 Sterne

Das hat mir gefallen:

  • sehr edle Bilder, jede Einstellung „eine Doppelseite“
  • schöne Geschichte, die sich ohne Eile entwickelt
  • prima Kinder-Darstellerin Sarala, gut auch Seema Biswas, Manorama und Raghuveer Yadav
  • poetische Lieder von A.R.Rahman

Das störte mich:

  • zu deutlich moralisierende Botschaft durch Texttafeln im Vor- und Abspann und durch vereinzelte „lehrreiche“ Dialoge; wir würden die Handlung auch ohne diese Zaunpfähle im Sinn der Regisseurin und Autorin Deepa Mehta deuten
  • zu starker Gegensatz im Frauen-Ashram zwischen den verhärmten Witwen und der ätherisch schönen Lisa Ray
  • der Film spielt offenbar am Ganges in Varanasi, doch der Drehort sieht anders aus (Fluss zu klein, Ambiente zu tropisch; denn gedreht wurde nach Protesten und Restriktionen in Indien im Jahr 2000 schließlich in Sri Lanka 2005, ein Video-Interview mit Mehta dazu hier; Bangladesh hätte als Drehort besser gepasst)
  • die Liebesbeziehung zwischen den Figuren von John Abraham und Lisa Ray (zwei früheren Fotomodellen) wirkt blass, kraftlos und unmotiviert; Ray hat erkennbar nicht nur indisches Blut
  • das Ende ist melodramatisch filmi

Deepa Mehtas Fire ist besser.

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