Rezension Indien-Roman: Ernste Männer bzw. Genie ist relativ, von Manu Joseph (2010, engl. Serious Men) – 7 Sterne

Mir gefiel:

  • witziger, teils zynischer Erzählton (ich hatte die englische Ausgabe, Serious Men)
  • Handlung teils skurril und unterhaltsam
  • zeitweise spannend

Mir gefiel weniger:

  • die zwei Geschichten des Institutsleiters und seines Sekretärs sind über weite Strecken zu lose verbunden, man liest fast zwei getrennte Handlungen
  • das Institut im Mittelpunkt des Romans wirkt sehr unrealistisch, wie auch größere Buchteile unrealistisch erscheinen (der Roman enthält weniger Indien als etwa zehn Seiten von Aravind Adiga; aber es gibt ein paar Seiten im chawl, auf der Straße, mit Protesten und blasierten Ministern)
  • Kastengegensätze und christliches Missionieren erscheinen zu oft
  • zu viele wissenschaftliche und philosophische Grübeleien
  • Ton teils zu männlich-herb
  • der Roman erschien auf Deutsch sowohl mit dem Titel Ernste Männer als auch mit dem Titel Genie ist relativ

Männliche Hauptfiguren:

  • Ayyan Mani
  • Adi Mani
  • Arvind Acharya
  • Jana Nambodri

Weibliche Hauptfiguren:

  • Oja Mani
  • Oparna Goushmalik
  • Lavanya Acharya


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