Griechenland-Loser-Film: Kleine Wunder in Athen (2009) – mit Trailer – 3 Sterne

Trostloser als das Leben: Loser an einer Straßenecke in Athen

Wie so oft fasst Variety meine Eindrücke in perfekt sitzende Worte:

„A weak comedy with few laughs and little insight… a strictly smallscreen format… anemic script… visuals are uniformly flat.“

Die Figuren sehen so trostlos und armselig aus wie die Kreuzung, an der sie wohnen und Bier trinken. Patriotismus, Kultur-Clash, Sozialneid und Mackertum sind platt geschrieben und gespielt – vielleicht geeignet als Diskussionsstoff in einem Mittelstufe-Sozialkunde-Kurs. In den 103 Minuten habe ich zweimal ansatzweise gelacht. Im Making-of äußern die Darsteller Verachtung für die Charaktere, die sie zu spielen haben.

Unglamourös:

Kleine Pluspunkte: Der Charakterkopf von Antonis Kafetzopoulos und die Idee, den neuen Mann der Kafetzopoulos-Ex immer durch eine Sprechanlage plärren zu lassen.

So unglamourös und unpeppig habe ich nur selten Filme gesehen (engl. Titel Plato’s Academy). Alles ist Grau in Grau – die Gesichter, die Kleidung, die Stimmung, das Wetter. Das erscheint sogar auf dem tragbaren Fernseher mickrig, der Vergleich mit Kaurismäki geht weit daneben (in gewisser Weise erinnert Kleine Wunder in Athen in seiner Trostlosigkeit an Gigante aus Uruguay oder Gloria aus Chile).

Die Straßenkreuzung, an der große Teile des Films spielen, wirkt wie eine echte Kreuzung, die wie eine Studiokulisse aussieht. Autos kommen hier nur vorbei, wenn sie eine Aufgabe in der Handlung haben; da erinnere ich Athen allerdings anders .


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