Filmkritik: Wolf of Wall Street (2013, Scorsese, diCaprio) – 7 Sterne – mit Video

Was für eine Orgie aus heißen Weibern/Öfen/Rhythmen/Deals. Dazu Drogen ohne Ende, Gier und grelle Bilder, Niedertracht und Vulgarität. Ein Fest. Über drei Stunden kommt Martin Scorseses pubertär schriller Film über pubertär schrille Geldjongleure kaum zur Ruhe. Gelegentlich überraschen dann wieder übertrieben lange Gespräche und andere Szenen. Die Darsteller sind bis in kleinste Nebenrollen exzellent besetzt – der Ex-Polizist Bo Dietl spielt sich dabei selbst, Altmeister Jean Dujardin kredenzt eine charmant-verschlagene Euronote.

Was die hormonpralle Männerrasselbande in ihrem Börsenmaklerhangar da Strafbares ausfrisst, habe ich nicht verstanden. Aber weggucken konnte ich auch nicht. Scorsese mischt Perspektiven, Stilmittel, lässt die Chronologie schlingern – es funktioniert einigermaßen.

Meine Bluray enthielt drei je etwa 15minütige Making-ofs, darunter zweimal liebloses Interview-Szenen-Stakkato. Im dritten Making-of endlich sitzen Caprio, Scorsese, Co-Star Jonah Hill und Skriptautor Terence Winter an einem Tisch. Die deutsche Synchro klang wie immer deutlicher als das englische Original, war zudem weniger vulgär.

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