Filmkritik: Paradies: Liebe (2012) – 7 Sterne – mit Video

Vier füllige Österreicherinnen lachen sich im Kenia-Strandurlaub junge, gutgebaute Afrikaner an. Sie wollen an Liebe glauben, werden aber laufend zum Zahlen gedrängt.

Ulrich Seidls Film wirkt einerseits sehr dokumentarisch, auch weil er auf jeden Glamour und auf Hintergrundmusik verzichtet; die Gesichter, die Körper, die Innenräume, die Regungen könnten nicht durchschnittlicher sein. Es gibt auch keine besonders cleveren Dialoge oder dramatische Wendungen. Wir beobachten scheinbar Hauptdarstellerin Margarethe Tiesel und ein paar Wiener Freundinnen beim Sexurlaub.

Tatsächlich wird aber ein Drehbuch abgespult (Co-Autorin Veronika Franz). Und die Kamera zeigt immer wieder perfekt arrangierte Szenen in sehr statischen, geometrischen Einstellungen: vier Frauen im Liegestuhl, Phalanxen von afrikanischen Strandverkäufern.

Die Kamera zeigt zudem viel Sex und nackte Haut, vor allem Szenen des Scheiterns und der Demütigung.

Assoziationen:

Weiße Touristinnen in Afrika mit jungen Loverboys, das gibt es auch in den Filmen In den Süden (2005) und im ersten Teil von How Stella Got Her Groove Back (1998).


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