Filmkritik: Ein griechischer Sommer (2011) – 7 Sterne – mit Video

Dieser griechische Dorffilm richtet sich an Jugendliche, mag aber auch Oldtimer heiter stimmen. Die Stars: eine Ziege, ein Pelikan und ein paar mediterrane Hügel und Strände, die fast an Mamma Mia erinnern. Die menschlichen Schauspieler sind nichts Besonderes. Und obwohl der Streifen im Deutschen „Ein griechischer Sommer“ heißt, gibt es nur am Rand eine kleine, unbedeutende Nebenromanze (Regie Olivier Horlait).

Emir Kusturica spielt einen dauer-muffigen Vater ohne jede Varianz. Sein Film-Sohn Thibault Le Guellec ersteht einen jungen Pelikan und zieht ihn heimlich groß. Dann aber wird der Pelikan zum Star der Insel und lockt Touristen an – Selfie mit Peli ist der Sommertrend, auch wenn der Vogel einem schonmal das Eis wegschnappt. Neben dem Pelikan haben Vater und Sohn noch eine kecke Ziege, die unterhaltsamen Schabernack mit gefiederten und nicht gefiederten Zweibeinern treibt. Ansonsten ist die Geschichte flach und unsubtil, aber auch angestrengt herzerwärmend und nie grell.

In den besten Momenten ist das eine Wohlfühl-Komödie, auch wegen der perma-quietschvergnügten, süßen Kellnerin Jade-Rose Parker. Die Leistungen der Tiertrainer haben mich jedoch am meisten beeindruckt.

Die Dörfler in dem Film spielen gutteils Grenzdebile – das sind auch meist griechische Darsteller. Hauptakteure, Autor, Regisseur und Kameramann kommen dagegen nicht aus Griechenland.


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