Filmkritik: Ein Augenblick Liebe (2014, mit Sophie Marceau) – 6 Sterne – mit Video & Links

Sophie Marceau ist moderne alleinziehende Mutter und verliebt sich in einen verheirateten Rechtsanwalt (François Cluzet). Der ist auch sehr angetan, will aber seine Familie eigentlich nicht riskieren. Oder doch? Sie schleichen umeinander herum.

Der Film ist voller Klischees und platter Küchenpsychologie (O-Titel Une rencontre). Sophie Marceau als angebliche Erfolgsautorin klaut sich Cluzets Nummer aus dem Handy ihres Lektors, obwohl sie die bequem googeln könnte. Alles wirkt wie ein Werbefilm vor Luxuskulissen in Paris und London, oft glamourös nachts inszeniert und mit viel fluffiger Musik unterlegt.

Hauptdarsteller Cluzet wirkt je nach Blickwinkel etwas maffayös. Marceau hat scheinbar vertraglich festgelegt, dass neben ihr nur deutlich weniger attraktive Frauen in den Film dürfen, u.a. Autorin und  Regisseurin Lisa Azuelos in der wichtigen Nebenrolle als Cluzets Frau.

Das Team Azuelos-Marceau hatte schon 2012 den Film LOL herausgebracht – mit ganz ähnlichem Konzept, doch besser, weil geerdeter, witziger und mit mehr Tageslicht. Trotzdem habe ich auch Ein Augenblick Liebe zu Ende gesehen: Irgendwie treibt der Film so angenehm dahin & vorbei, auch die Marceau ist angenehm – und das Ende nicht so klar. Die deutsche Presse senkte den Daumen.


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