Spielfilm: Gloria (Chile 2013) – mit Trailer – 4 Sterne

Der 38jährige Regisseur, Autor und Produzent Sebastián Lelio macht einen Film über eine 58jährige Frau, gespielt von einer 53jährigen. Mit 1:50 Stunden gerät das humorfreie Werk deutlich zu lang. Paulina Garcia erscheint in jeder einzelnen Szene, und jede einzelne Szene müsste gekürzt werden – stark gekürzt, oder gestrichen.

Gefühle und Tatsachen werden überdeutlich herausgestellt. Manchen Szenen wecken regelrecht Unbehagen. Der Kameramann gibt sich Mühe, doch Farben und Beleuchtung enttäuschen durchweg. Das Budget war offenbar knapp.

In gewisser Weise erinnerte mich Gloria (Chile 2013) an Gigante (Uruguay 2009), Kleine Wunder in Athen (Griechenland 2009) oder Der Sohn der Braut (Argentinien 2001) – scheinbar vielversprechende Hot-Country-Filme, die letztlich nicht vom Hocker reißen. Sie alle bekommen bei IMDB wohlwollende 6,9 bis 6,5 Sterne; wären sie in einem größeren Land entstanden, fiele das Urteil sicher härter aus.

Weitaus besser dagegen zum Beispiel die Filme des Iraners Asghar Farhadi.


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