Ersatzlampe ELPLP49 für Epson-Beamer 3800– zweimal Pech

Zwei Ersatzlampen habe ich bestellt, keine ist brauchbar. Und jetzt? Bestellt habe ich diese hier, das Modell Codalux mit Gehäuse Ersatzlampe mit Gehäuse für Epson ELPLP 49 vom Versender azurano für rund 54 Euro inkl. Versand via Amazon; und danach eine andere, scheinbar baugleiche, für 72 Euro.

Der Einbau ist unproblematisch, die 54-Euro-Lampe scheint mir so hell zu leuchten wie das Original vorher, das nach fünf Jahren und ominösen 2950 Stunden aufgab (dabei meist im normalen HD-Modus, nur ganz selten im strapaziösen Tageslicht-Modus; 3000 Stunden sind eine magische Grenze).

Aber:

Die 54-Euro-Lampe riecht im Betrieb massiv nach verbranntem Plastik. Der Geruch entsteht etwa zehn Minuten nach Start des Beamers und wird nach 30 Betriebsstunden nur etwas schwächer (überwiegend Testbetrieb unbeaufsichtigt im heißen Tageslichtmodus mit Querlüftung, 20qm-Zimmer mit halb Teppich, halb geöltem Parkett).

Ich bekomme sofort Kopfschmerzen, Übelkeit, Juckreiz. Ist das gesundheitsschädlich? Legal? Schnüffeln am vorderen Lüftungsschacht ist der Hammer – sicher ein Tipp für gescheiterte Selbstmörder. Der Geruch setzt sich auch in Kleider, Teppiche, Bezüge.

Ich hatte wohlgemerkt beim Lampentausch auch gemäß Anleitung die Lüftung gereingt (gesaugt, ausgeklopft). Mit dieser Lampe kann ich nicht leben, jetzt muss ich wohl einen zertifizierten Giftmüllentsorger beauftragen (oder auf die Philippinen schicken?).

Die Lampenabdeckung fühlt sich mit der neuen Lampe eher weniger heiß an als mit Originalbirne (ich kann die Hand länger drauflassen) und der Beamer klingt im Betrieb gefühlt etwas leiser (vielleicht auch wegen der gleichzeitig gereinigten Lüftung). Der neugekaufte Beamer mit Originallampe hat definitiv nie gestunken, das wüsste ich noch.

In 17 deutschen Amazon-Kritiken zu diesem Produkt wird der Gestank nur einmal erwähnt. Ich habe den Beamer dann viele Stunden lang im heißen Tageslichtmodus unbeaufsichtigt bei Querlüftung laufen lassen (sehr sinnvoll). Der Gestank ließ schließlich nach 30 Betriebsstunden etwas nach, blieb aber spürbar unangenehm – aber ist die Lampe nun weniger gesundheitsschädlich? Am nächsten Morgen im Beamer-Zimmer „liegt Plastikduft in der Luft“.

Ich wollte die neue Birne der 54-Euro-Lampe in das alte Originallampengehäuse einbauen und hoffte so, die Stinkquelle auszuschalten, scheiterte aber schon früh an der Mechanik; unmöglich für Mechanikbegabte ist es wohl nicht (ich bin nicht mechanikbegabt).

Andere Lampen für diesen Beamer kosten bei hcinema in Deutschland 72 (no-name), 140 (Osram-Lampe) oder 300 Euro (alles original; jeweils + 8,90 Versand), in den USA gibt es Modelle für 23 USD. Diese hier kostet in Deutschland 54 Euro. Aber ist sie legal?

Ich habe eine Rücksendung beantragt (keinen Garantiefall) und sollte die Lampe auf eigene Kosten als Paket (da Wert über 40 Euro) zurückschicken.

Ich habe dann eine andere Lampe bei einem anderen Anbieter bestellt (72 Euro plus 8,90 Versand). Der Lampenkäfig war offenkundig der Gleiche, zur Birne kann ich nichts sagen. Diese Lampe funktionierte nie, sie erzeugte ein britzelndes Geräusch und am Beamer ging nur die Warnleuchte an. Ich schickte sie zurück und bekam sie erstattet (allerdings nicht das Rückporto).

Als ich die 54-Euro-Lampe ausbaute, suchte ich gründlich nach angeschmorten Stellen am Plastikkäfig, fand aber nichts. Es gab aber einen kleinen Aufkleber, vormals weiß, der nun dunkelbraun angelaufen und halb abgeblättert war. Ob der Klebstoff so gestunken hatte?

An der zuletzt bestellten 72-Euro-Lampe gab es den gleichen Aufkleber. Er ließ sich noch vor dem ersten Einbau nicht so einfach entfernen und hinterließ eine Menge schmierige Rückstände. Deutet das auf Kleber hin, der im Betrieb stinkt?

Und jetzt?

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