Deutscher Spielfilm: Der Philosoph (1989) – mit Trailer – 4 Sterne

Unflotter Vierer

Ein hässlicher, weltfremder Mann liegt mit drei attraktiven Frauen im Bett und wird von allen Seiten bedient. Genau: Die eine füttert ihm Toast, die zweite gibt ihm Tee, die dritte ein Bussi. Was das Ganze soll, bleibt unklar.

Es gibt ein paar Hinweise auf Übernatürliches, aber wer wird schon nach Details fragen. Bestimmt nicht der Zuschauer, denkt sich Autor und Regisseur Rudolf Thome: Der preisgekrönte Film von 1989 kümmert sich in vielen Details nicht um die Realität – wie eine Verkäuferin arbeitet, wie man Wäsche trocknet oder einen Brief mit einem Terminvorschlag formuliert, das ist alles falsch und unsinnig geschrieben und gefilmt, aber egal.

Rudolf Thome will verzaubern mit drei enigmatischen, aber doch physisch sehr präsenten Holden, geschmackvoll gekleidet und auch entkleidet bella figura, in einer aparten Wohnung apart gefilmt (Adriana Altaras, Friederike Tiefenbacher, Claudia Matschulla plus Johannes Herrmann). Das lange Schweigen des Philosophen ertragen wir da zumindest lieber als sein gelegentliches, scheinbar noch längeres Philosophieren. Am besten ist die gelegentliche Jazzmusik im Hintergrund.


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