Buchkritik: Frauen in Spanien, Erzählungen (1989) – 5 Sterne

Von den ca. 19 Texten habe ich ca. sieben oder acht gelesen. Davon hat mich keiner sonderlich angesprochen. Sie handelten überwiegend von jungen, modernen, städtischen Frauen – ohne jede mediterrane Romantik. Teils schienen mir die Kurzgeschichten nicht weiter frauenspezifisch, aber was weiß ich. In zwei Geschichten spielten nichtspanische Kunstwerke eine Rolle – die Mona Lisa und eine Geschichte von Edgar Allen Poe.

Reihentypisch gibt es am Buchende zu jeder Autorin, unter ihnen die bekannte Rosa Montero, ein paar Zeilen Biografie. Im Nachwort streift Herausgeber Marco Alcántara die Themen der Geschichten – nach diesen Informationen habe ich Geschichten über Gewalt und den Bürgerkrieg gleich ausgespart, ein paar weitere habe ich nach kurzem Anlesen überblättert. Zwischen all den Kurzgeschichten gibt es auch eine längere Reportage einer Journalistin, die vier Wochen in Zigeunerkleidern verbrachte (mit Anklängen an die nichtspanischen Zigeunerreportagen von Isabel Fonseca, die sich aber weniger aufdringlich selbst thematisiert). Viele Geschichten wirken hölzern eingedeutscht, speziell auch die Gitano-Reportage.

Ähnlich wie die Bände Frauen auf den Philippinen und Frauen in Thailand hat mich auch Frauen in Spanien nicht weiter angesprochen. Der Band Frauen in Spanien klingt jedoch weniger anklagend und frauenpolitisch.

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