Bollywood-Oldie: Chandni (1989, mit Vinod Khanna, Rishi Kapoor, Sridevi) – Trailer & 3 Songs – 6 Sterne

Schwungvolles Liebes-Komö-Drama. Es lebt von der Exaltiertheit, den großen Augen und dem sehr attraktiven Tanz Sridevis (auch wenn Hema Malini oder Vyjayanthimala noch eine Klasse darüber tanzen). Chandni (1989, gesprochen „Chandini“, Regie Yash Chopra) weidet sich weniger an der vermeintlichen Seelenpein blasierter Superreicher und hat mehr Witz und Pepp vor allem im ersten Teil als andere, schwülstigere Chopra-Filme wie Lamhe (1991), Khabi Khabie und Dil To Pagal Hai. Nur die Musik selbst ist bei Lamhe lebendiger als bei Chandni (in beiden Filmen eingespielt von Shiv-Hari).

Pluspunkte für Chandni:

Der Film-Konflikt wirkt in Teilen für Bollywoodverhältnisse relativ realistisch: Wie gehe ich mit der plötzlichen Behinderung meines Partners um bzw. Wie geht mein Partner mit meiner plötzlichen Behinderung um.

Der korpulente Teddybär Rishi Kapoor erscheint nicht ganz glaubhaft als „großer Sohn“, sammelt mit seinen Albernheiten im ersten Teil aber viele Sympathiepunkte. Im schönen Europa lernt er, ohne es zu ahnen, seinen Film-Rivalen Vinod Khanna beim Bier kennen – diese Entwicklung erinnert samt Getränk an das Dreieck aus Ich gab dir mein Herz, Geliebter – Hum Dil De Chuke Sanam (Aishwarya Rai, Salman Khan, Ajay Devgn).

Zu meiner DVD:

Bild und Ton waren bei mir zeitweise schlecht, deutlich schwächer als auf der Lamhe-DVD vom selben Hersteller. Die DVD zeigt noch ein paar Premierenbilder und ein Gespräch zwischen Yash Chopra und seinem Meisterschüler Karan Johar; sie reden Englisch, wenn ich es richtig deute.

Chandni wurde für viele Filmfare-Auszeichnungen nominiert, bekam aber nur einen Preis für die beste Kamera. Insgesamt gute Unterhaltung und einer der besseren Bollys vor 1995.



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