Bollywood-Film: Raanjhanaa (2013, mit Dhanush; mit Trailer) – 6 Sterne

Meine Plus-Punkte:

  • wunderschön gefilmt über die volle Strecke; aufwändige Ausstattung
  • ungewöhnlich viele Außenaufnahmen, zum Beispiel in den Gassen von Varanasi
  • die zahlreichen Lieder fügen sich nahtlos in die Geschichte ein
  • Sonam Kapoor spielt verblüffend gut; sie war schon immer etwas eckig und keine Leinwandgöttin, und das passt hier
  • Abhay Deol spielt überzeugend einen selbstbewussten, bulligen Studentenführer; mal nicht seine typische Knuffi-Rolle (weitere aufrührerische Studenten erscheinen in den Bollywoodfilmen Yuva und Rang de Basanti)
  • interessante Nebenfiguren, gespielt von weniger Bekannten
  • kein einziger Film-Vater oder -Politiker wird von Anupam Kher gegeben

Weniger gelungen allerdings:

  • die zwei Hälften mit Liebesgeschichte und Polit-Drama wirken disparat
  • mit 140 Minuten gerät der Film zu lang; vor allem bei Politik und Songs könnte man kürzen
  • Hauptfigur Dhanush spielt gut, doch sein Werben und Wimmern wirkt unpassend albern; in Dhanushs weit ironischerem Tamil-Film „Yaaradi Nee Mohini“ (2008) passt das gockelhaft übertriebene Schmachten nach der Unerreichbaren besser
  • Danushs Wandel vom Vorort-Stenz zum Politstar ist unglaubhaft, ebenso seine Fixierung auf Zoya und einige seiner Einzelaktionen
  • ich habe nicht alle Wendungen der Handlung verstanden
  • meine Eros-Bluray (ja, Bluray) hat keine Extras, nicht mal ein paar Trailer; die Untertitel übersetzen auch die Songs, allerdings nicht ein paar wesentliche Zeitungsüberschriften

Wegen der Straßenkämpfe, der politischen Diskussionen, korrupten Politiker und der etwas militärisch-mechanisch-elektrischen Musik von A.R. Rahman erinnerte mich Raanjhanaa deutlich an Rang de Basanti; in Basanti bleibt die Musik aber besser im Ohr.


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