Bollywood: Aaja Nachle – Komm, tanz mit mir (2007, mit Madhuri Dixit) – mit Trailer & 5 Songs – 6 Sterne

Der Film um ein altes Tanztheater spielt komplett in einem indischen Provinzkaff 2007, das im Studio nachgebaut wurde. Der Glamour anderer aktueller Bollywoodfilme fehlt so schonmal (keine Superreichen in toller Kleidung, tollen Villen, tollen locations). Anil Mehta, der bei Johar-Filmen für die supersahnig-opulente Kamera sorgt, führt hier Regie und gab die Kameraarbeit ab – und die Kameraführung fällt nicht weiter auf.

Low-key eher auch die Gefühlsseite. Es gibt kein großes Liebesdrama, da es immer nur um die Rettung des Theaters geht. Die Geschichte ist ingesamt etwas blass und hohl, wie es bei Aditya Chopra als Autor der Handlung nicht verwundert; der viel bessere Jaideep Sahni schrieb das Drehbuch auf Basis von Chopras Geschichte, konnte aber nichts retten.

Wie ist Madhuri Dixit nach der Babypause?

Hauptdarstellerin Madhuri Dixit ist bei den Aufnahmen 40, hat die Babypause hinter sich – und ist umwerfend. Sehr geerdet, sehr attraktiv, kein Girlie und keine Porzellantasse.

Der Film ist auch komplett auf sie zugeschnitten, alle anderen Schauspieler verblassen oder bleiben Witzfiguren – unter ihnen Irrfan Khan, Konkona Sen Sharma, Vinay Pathak und Kunal Kapoor. Dixit gefällt mir auch viel besser hier als in Devdas von 2002, dem letzten Film vor ihrer Babypause, in dem sie sehr abgehoben spielen musste.

Handlung und Spiel kann man vergessen. Aaja Nachle ist vor allem:

Viel schmissige, dabei immer opulent-eingängige Musik von Salim-Suleiman mit einem ihrer besten Soundtracks. Und toller Tanz, allen voran natürlich eine gut aufgelegte Madhuri Dixit. Anspieltipp: Letztes Kapitel, die Laienaufführung im bedrohten Theater. Die Kulissen wirken dort laienhaft; die Tänze wahrlich nicht.






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