Bayern-Spielfilm: Beste Gegend (2008, Regie Rosenmüller, Teil 2 der „Beste“-Trilogie; mit Trailer) – 6 Sterne

Beginnt als Feel-Good-Mädels-Heimat-Movie. Produziert dann aber Konflikte und Mini-Dramen, die das Drehbuch nicht zufriedenstellend aneinanderreiht (Abifeier, Autopanne am Brennerpass, Opa im Krankenhaus, ungewisse Reisepläne, Männerdurcheinander). Dann noch semi-metaphysische Momente, die diesem sonst geerdeten Film nicht gut anstehen.

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Im Vergleich zum ersten Film Beste Zeit fällt auf:

  • keiner raucht mehr (Danke), und auch etwas weniger Bier
  • die Kamera-Arbeit ist engagierter und abwechslungsreicher
  • der Film-Ort Tandern scheint wieder auf einer Insel in der Zeit zu liegen; zwar sieht man die Hauptfiguren ein paar Minuten lang am Brenner, aber dann sind sie auch schon wieder in Tandern und den umliegenden Feldern und Tümpeln und es gibt nichts anderes
  • mindestens zwei Szenen aus dem ersten Film werden im zweiten augenzwinkernd neu angespielt (auch der dritte Teil tischt Vertrautes abermals auf, Erinnerung ist schön)

Schwer nachzuvollziehen, wie die Filmfigur Jo einfach so den Abiabschluss sausen lässt und wieso beide Abiturientinnen stolz mit schweren alten Mercedessen umherkurven. Auch scheinen sie vor der letzten Abiturprüfung keinerlei Pläne oder gar Verträge für die Zeit danach gemacht zu haben.

Insgesamt weniger rund, weniger sonnig als Regisseur Marcus H. Rosenmüllers Vorgänger Beste Zeit. Der dritte Teil heißt Beste Chance (2014) und ist noch schlechter.





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